Luftreinhalteverordnung berücksichtigt neuesten Stand der Forschung gut

Die Akademien der Wissenschaften Schweiz begrüssen die vorgeschlagenen Massnahmen für eine bessere Luft vollumfänglich. Diese tragen den Entwicklungen der letzten Jahre im Bereich der Luftreinhaltung Rechnung und erscheinen einfach umsetzbar, schreiben die Forschenden in ihrer Stellungnahme zur Revision der Luftreinhalte- und Energieverordnung. Die Stellungnahme wurde unter Federführung der Schweizerischen Kommission für Atmosphärenchemie und -physik ACP der Akademie der Naturwissenschaften ausgearbeitet.

Die Heizungen sind die Hauptverursacher von Feinstaub.
Bild: P. Blanc

Insbesondere begrüssen die Akademien die neuen Bestimmungen zu den kleineren Holzfeuerungen (bis 70 kW). Diese tragen sehr viel zu den schweizerischen Feinstaubemissionen bei, insbesondere im Winter. Die Akademien betrachten deshalb die vorgeschlagenen Massnahmen als notwendiges Minimum.

Ebenso erachten die Akademien die Einführung des Jahresgrenzwertes für kleine Feinstaubpartikel (PM 2.5) als wichtig. Die von der WHO vorgeschlagenen Jahresmittelzielwerte für PM2.5 und PM10 beruhen auf einem internationalen wissenschaftlichen Konsens. Grenzwerte von PM2.5 fussen auf epidemiologischen Studien, die eine klare Gesundheitsbeeinträchtigung aufzeigen. Die Feinstäube verteilen sich in den gesamten Atemwegen und die kleinsten dringen bis tief in die Lunge ein. Sie verursachen nicht nur lokale Entzündungsreaktionen, sondern haben systemische Folgen, was zu Schäden in vielen Organen und insbesondere im Herzkreislaufsystem führt. Je tiefer die Belastungen, umso weniger stark ist die Bevölkerung von diesen Gesundheitsschäden betroffen. Zudem ist bekannt, dass die Belastung durch PM2.5 durch regionale und nationale langfristige Massnahmen signifikant gesenkt werden kann.

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